Montag, 17. Juni 2013



Vegetarische Burger + arabisches Brot + französischen Schaf/Kuhkäse + Saucen + Gemüse 
Selbstgemachte Pommes + Gaumenschmaus
Schnittlauchquark


In der Nebenrolle:
Eistee aus frischer Minze + Honig + Zitronen 










Dienstag, 11. Juni 2013
















Berlin ist Licht und Schatten und Inspiration und Erschrecken, Dreck und Wahnsinn, Gefühl und Emotion und Betonklotz und Oase.

Samstag, 8. Juni 2013




1 kg Aprikosen kaufen und sie nach diesem Rezept von Luisa im Ofen zubereiten.
Die Hälfte direkt noch warm naschen und sich fragen wie soviel Sommer auf einmal im Mund explodieren kann von Früchten, die roh irgendwie unreif schmeckten.
Die andere Hälfte im Kühlschrank übernachten lassen und am nächsten Tag die ganze Gatsche fein pürieren. Wieder die eine Hälfte durch den Joghurt ziehen und geniessen, die andere Hälfte in Förmchen zu Eis gefrieren. Für die kleinen Füchse, die sich über Aprikosen-Sorbet aus gegrillten, karamellisierten Früchten sehr sehr freuen werden.




Freitag, 7. Juni 2013

Es ist ein Morgen. Ich bürste der Räubertochter die Haare und mache ihr einen Zopf. Sie spricht darüber wie gerne sie möchte das ich ihr einen bestimmten Flechtzopf mit Haarkranz mache, den eine Freundin von ihr in Hamburg immer hatte. Ich erkläre (wie immer) das ich den immer noch nicht kann, aber weiter übe, wenn ich Zeit habe, damit ich ihr den irgendwann machen kann. 
Sie lacht und sagt: naja ist nicht so schlimm Mama, zum Glück kannst du überhaupt irgendwas. 

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Sobald wir rausgehen halten die Zwillinge zusammen wie nix. Der kleine Bär wird auf dem Spielplatz geschubst von einem Vierjährigen? Ein Hund knurrt den Knirps an? Ein anderes Kind will den Platz in der Bahn haben, den der kleine Bär auch will? Ganz schlecht, ganz schlecht. Die zwei Kleinsten meiner Nachkommen halten zusammen, streiten füreinander und üben Rache. Dafür verlässt der kleine Bär sogar seine heissgeliebte Schaukel, auf der er derzeit gerne 2 Stunden am Stück sitzt. Wenn er sieht, wie sein "Buba" geärgert wird, springt er schnell ab und übt üble Rache, verteidigt den Knirps wenn es sein muss bis der Andre heult. Ich kann dann nur schnell genug hinterher sein und versuchen die Wogen zu glätten. (und hoffen das sie sich diese Solidarität ihr Leben lang beibehalten.. was für ein Geschenk!!)

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Sobald wir wieder reingehen allerdings kehrt sich das Ganze ins Gegenteil um. Die zwei Kleinsten probieren sich auf Gedeih und Verderb aneinander aus. Heute morgen haben sie dann nicht mal mehr beim Essen nebeneinander sitzen können, ohne sich unterm Tisch zu treten, sich gegenseitig mit Gesichtsausdrücken zu provozieren und den andren über die Tischecke hinweg anzuspucken, wenn der "abiabiabiiiiiaaaaaaa" brüllt als wäre er ein Löwe. 
Sie beissen, hauen, schubsen, verfolgen sich laut brüllend durch die ganze Wohnung und werfen sich aufeinander, verkeilen sich ineinander und das bis aufs Blut wenn ich nicht schnell genug einschreite.
Es gibt Abende, an denen ich um 22.00 Uhr erschöpft auf dem Sofa sitze und mich frage ob ich eigentlich tagsüber zwei Anarcho-Terroristen mit waffenfähigem Plutonium in der Tasche in meiner Wohnung hatte oder "nur" zwei Zweijährige... 

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Wasser und Flut. Es ist ein bisschen schwierig hier so durch die Sonne zu ziehen und zu wissen das anderenorts die Sandsäcke geschleppt und die liebsten Dinge hochgestellt werden, falls die Deiche nicht halten. Es ist beruhigend zu lesen, das Solidarität in Zeiten des Internets praktisch umgesetzt wird. Danke allen Helfern!

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Zwei Begegnungen in der letzten Woche haben mich darüber nachdenken lassen wie sehr es mir auf die Nerven geht, das ich mit meinen Kindern wandelnde Projektionsfläche für Deppen bin. 
Ich habs glaub ich schonmal geschrieben: ich werde nahezu täglich, gerne mehrmals, von Fremden angesprochen. Hauptthema der Gespräche: meine Zwillinge.
Meistens, glücklicherweise, sind das nette, irgendwie belanglose kurze Gespräche. Sowas wie "sind das Zwillinge?/ach sind die zauberhaft/da haben sie aber viel zu tun..." Ich nicke dann kurz, lächle, manchmal entspinnt sich eine kurze Plänkelei über dies und das. Ich erfahre von den Enkeln, von den eigenen Kindern, von den Zwillingen aus dem Freundeskreis und man geht wieder seiner Wege. Meistens "kann" ich das ganz gut. Es gibt Tage an denen fällt es mir schwerer. Aber auch da gehe ich mit einer gewissen Zwillings-Mutter-Professionalität damit um, wie einstudiert das Lächeln, die Worte, das Nicken "schönen Tag noch".
Dann gibt es Tage da weiss ich schon morgens unterbewusst, ich will heute nicht mit Fremden reden. Da sehne ich mich ein bisschen in die Einkindmutterzeit zurück. In der ich nahezu Projektionsflächenlos durch die Stadt (oder das Dorf) gezogen bin oder gar in die Zeit als ich noch kinderlos war. Damals setze ich mir an solchen Tagen einfach meine Ohrhörer auf und verschwand zwischen den Menschen.

Am Samstag dann hatte ich eine Begegnung die so unverschämt eklig war das sie in mir etwas zum Überlaufen brachte. Und seitdem ist da ein Ventil geöffnet, das mir wohl ganz gut tut.
Es war ein Tag der eh schon irgendwie schwierig war. Es war schon einiges schief gelaufen, meine Nerven schon einigermassen strapaziert und mein Sinn stand mir eher nach "Höhle, alleine, nur ich und Schokolade". Ich musste trotzdem raus, hatte zwei Termine und zwei energiereiche Kinder und der Mann ein Kartrennen in "ausserhalb". Ich also über die Widrigkeiten des Tages rübergestiegen, mir den Mut nicht versauen lassen und weitermachen. 
Es regnete, die Kinder waren schon ziemlich nass (ich auch) und wir kamen durch Zufall an dem Einkaufszentrum vorbei in dem grade eine LEGO-Ausstellung ist. Ich da rein. Und die Jungs waren im Paradies. Sie waren direkt total begeistert von den grossen Lego-Figuren und den kleinen sich bewegenden Gefährten. Ich atmete durch, wischte mir den Regen aus dem Gesicht und kam kurz zur Ruhe. Ich liess die Jungs alleine die Ausstellung bewundern und machte für meinen Mann ein Foto, schickte ihm das per mail mit meinem Telefon, weil er sich sicher nach seinen Kindern sehnte. 
Während ich so schrieb und mit meinem Handy beschäftigt war kam auf mich eine blöde alte Ziege zu (äh eine ältere Dame). Sie sprach mich an, giftete: "wissen sie eigentlich was ihre Kinder machen?". Ich schaute sie wohl einigermassen verwirrt an. Meine Kinder standen direkt zu meinen Füssen am Schaukasten und quietschen laut und vergnügt sowas wie "HubschrauberTütatataFEUER!". Sie liess mich nicht antworten, fing direkt an mich unverschämt und laut anzukeifen. Ich wäre eine schlechte Mutter, ich würde meine Kinder vernachlässigen, ich wüsste gar nicht worüber die sich freuen und ich würde mich nicht mit ihnen freuen. "solche" Mütter wie mich würde sie schrecklich finden und ob ich überhaupt irgendwann mal mit denen spielen würde. Kinder würde nämlich auch Eltern brauchen die sie nicht nur versorgen sondern ihnen auch zuhören. Meine Kinder könnten bestimmt nichtmal richtig altersgemäss sprechen, weil ich nie mit ihnen sprechen würde, weil ich ja sicher mit meinem Telefon verheiratet wäre. Sie liess irgendeinen Frust an mir aus, das ist sicher und sie war dabei fies und gemein und verurteilend.
Ich schnappte nach Luft und dann brach es aus mir heraus. Ich glaube sie hatte sich die Falsche ausgesucht.
Der ganze Frust darüber, das ich ständig von fremden Leuten für mein Umgehen mit meinen zwei kleinen Kindern bewertet werde (ob nun positiv oder negativ- meist eher positiv- trotzdem bewertet) entlud sich über dieser Frau. Ich war so laut, das mich höchstwarscheinlich das halbe Center hören konnte und es war mir scheissegal. Ich war mir meiner Bühne sogar bewusst und wirklich freundlich war ich auch nicht. Am Ende brüllte ich ihr hinterher das sie sowas gefälligst niemals wieder machen soll, Leute verurteilen von deren Leben sie absolut nix weiss. Ich war SO WÜTEND. Und bin es immer noch.
Hinterher war ich nicht unbedingt glücklich. Im Grunde war ich sogar ziemlich traurig und leer und irgendwie erschöpft. Ich habe dann den Rest des Tages mit meinen Kindern in Frieden draussen verbracht, bin abends erschöpft ins Bett gefallen und habe wieder darüber nachgedacht wie anstrengend das doch manchmal ist. Das viele Menschen denken, sie hätten wirklich was zu sagen zu mir. Sie hätten mich zu bewerten, nur weil ich mit meinen Kindern draussen unterwegs bin.
Gestern dann wieder in der Postfiliale. So ein ähnliches Erlebnis. Ein Mann der mich als "Knastmutter" bezeichnet hat, weil ich meine Kinder davon abgehalten habe, den Postkartenständer in der Post auszuräumen. 
Ich freue mich auf die Zeit, wenn meine Jungs nichtmehr allzuviel Projektionsfläche für Deppen bilden und ich wieder einfach irgendeine Frau sein kann die einfach so mit ihren Kindern durch ein Einkaufszentrum geht.

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Der Sommer ist da und das ist ganz ganz schön. Liebe Sonne, bleib einfach da ja?

Donnerstag, 30. Mai 2013

Heute morgen kurz sehr laut gelacht als ich diese Erklärung des Berliner "Hipsters" gelesen habe.. also "was ist ein Hipster?"